Neben ADSL, SDSL und VDSL gibt es eine Reihe von anderen Technologien, die Nutzern einen schnellen Breitband-Internet-Anschluss verschaffen.

Das Kabelinternet ermöglicht den Nutzern eine hohe Datenübertragungsrate über das Fernsehkabel. Es kann in bestimmten ländlichen Gebieten eine echte Alternative zu DSL sein.

Die Voraussetzung ist eine an das Kabelnetz angeschlossene TV-Dose. Fernsehen im Internet wird durch die Verwendung eines Hochleistungskabels mit einer Downloadgeschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s zum Erlebnis. Gemessen an der möglichen Datenübertragungsrate besitzt das Kabelinternet gute technische Voraussetzungen als multimediafähiges Allzweckkabel. Damit funktionieren auch anspruchsvolle Anwendungen, wie beispielsweise hochauflösendes Fernsehen (HDTV) und Internetfernsehen (IPTV) und größere Downloads problemlos.

LTE ist eine mobile Übertragungstechnik, bei der Daten per Funk gesendet werden. LTE ermöglicht hohe Datenraten und ist überall dort, wo kein DSL verfügbar ist, die richtige Wahl. Es ist im ländlichen Raum oft die einzige Möglichkeit für schnelles Internet. LTE ist als Ersatz für die DSL-Gebietslücke zur stationären Nutzung verfügbar. Für LTE als Funkdienst gilt der Grundsatz: Je niedriger der übertragende Frequenzbereich, desto größer ist die Reichweite. LTE kann unterwegs mit dem Laptop, Smartphone und Tablet genutzt werden.

DSL über Satellitenverbindung ist nur im Ausnahmefall eine empfehlenswerte Alternative. Es ist mit hohen Kosten verbunden. Bei einer DSL-Verbindung über Satellit wird High-Speed-Internet durch eine spezielle Satellitentechnik möglich. Der Vorteil ist, dass das Internet über Satellit überall dort eingesetzt werden kann, wo mit herkömmlichen Mitteln kein DSL-Internet verfügbar ist. Als Voraussetzung ist eine Satellitenempfangsanlage erforderlich, die auf den genutzten Satelliten ausrichtet werden muss. Die meisten Anbieter nutzen Astra oder Eutelsat.

Auch der Mobilfunkstandard UMTS sorgt für ein schnelles Surfen im Internet und besitzt den Vorteil Mobilität. Auf der Terrasse, dem Balkon oder unterwegs. Damit kann der Handy-Besitzer flexibel das Internet nutzen. Mit dem Datenübertragungsstandard UMTS und seinen Erweiterungen wie HSPA+ können Handy-Nutzer mit bis zu 40 MBit/s Daten übertragen. Dieser Datenübertragungsstandard ist nicht überall verfügbar. Für die Übertragungsrate ist der Abstand zwischen Empfänger und Sendemast von großer Bedeutung, denn der Abstand entscheidet über die Übertragungsgeschwindigkeit. Hindernisse beeinflussen den Datenaustausch im hohen Maße. UMTS kann daher nur als eine mobile Ergänzung angesehen werden. Es ist keine Alternative zu einem DSL- oder Kabelinternetanschluss für den häuslichen Bereich.

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